Mein Bart hat Jubiläum

… Bart tragen ist groß in Mode. Zuvor war der Bart längere Zeit „out“. Und einen Modezyklus davor: natürlich „in“. Wie sollte es auch anders sein. Aber zuweilen gibt es noch Kontinuität. Mein Bart feiert ein relativ seltenes Jubiläum. Jawohl, heute bin ich seit 50 Jahre allen Zyklen zum Trotz ununterbrochen Inhaber einer Barttracht. Mit dem Abschlusstag der Lehre beginnend wuchs zunächst ein Schnäuzer heran. Der arg konservativ-gestrenge Lehrmeister hatte nichts mehr zu melden und langersehnte neue Freiheitsgrade taten sich auf. Ein Bärtchen musste her und die Haare durften länger werden, alles ganz im Stil der beginnenden 70er.

Über die Jahrzehnte wechselten die Barttrachten. Während der Schnäuzer unter der Nase als gesetzt stets blieb, gesellte sich mal ein Kinn-, mal ein Backenbart zum Vollbart hinzu. Der vorletzte Bart, wieder ein reiner Schnäuzer, wich zum 50. Geburtstag dem heutigen Dreitagebart, der meist zwei Mal wöchentlich mit der Maschine auf 2,5 bis 5 mm kurz gehalten wird.

An so einem Tag hängt man (na gut: Hänge ich) ein wenig den Erinnerungen nach, bei denen der Bart eine Rolle spielte. Und als „Kopfmensch“ habe ich auch nachgerechnet, wie lang die Barthaare unter der Nase theoretisch hätten werden können, wären sie nicht die ganzen 50 Jahre kurz gehalten worden: etwa 6,39 Meter. Na, wenn das nicht einen Blogbeitrag wert ist.

(Foto: © eigenes Foto)

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13 Antworten zu Mein Bart hat Jubiläum

  1. Linsenfutter schreibt:

    Sehr schön. Das gefällt mir. Warum? ist doch logisch … meiner schmückt auch seit etwas über 50 Jahren mein Gesicht. Wäre er plötzlich weg, dann … nö, jetzt breche ich ab.

  2. kagould17 schreibt:

    Noteworthy post, for sure. No beard here. My only attempt at facial hair was a mustache in my 20s (today’s post is the only one that shows it. A colleague described it as a tennis team and told me to come back when it was a football team. Hmmm. Blond beard on a pale face did not show well and my better half did not like it, so it was gone. Took her a week and a half to notice. Ouch. 40 years later, my hair also left, except in places where you do not wish it. Who says God does not have a sense of humour. Stay well. Allan

  3. Selbst Bärte schreiben Geschichte. Unglaublich, aber irgendwie doch interessant. LG und Gratulation zu diesem Jubiläum!

  4. Vicuña schreibt:

    „Die Länge der Barthaare kann beträchtlich werden. Den längsten Bart trug seinerzeit Hans Langseth, ein 1927 in den USA verstorbener Norweger mit 5,33 m Haarlänge. Der Bart von Louis Coulon (* 1828) war ähnlich lang.“ (Wikipedia)

  5. I shaved a decades old beard January 2020 to allow a close fit of an N95 mask for the plane ride from Florida to New York. Will be clean shaven until the population is vaccinated.

  6. Pit schreibt:

    Bart habe ich vor vielen Jahren auch mal versucht, aber der waechst bei mir so ungleichmaessig, dass ich gefragt worden bin, ob ich Motten drin haette. Da habe ich ihn dann sofort – bis auf eine wenig rund um den Mund – wieder abrasiert. 😉 Und jetzt ist auch davon nur noch ein Oberlippenbart uebrig. Der bleibt aber dran, denn ohne ihn fuehle ich mich irgendwie nackt. :

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