Das Storchenhalbjahr endet

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Ein einjähriger Single-Storch probierte schon mal, wie sich ein Horstbesitz anfühlt.

… sechs Wochen sind seit dem ersten Flug des Jungvogels vergangen. In dieser Zeit wurde der junge Storch von den Altvögeln „Fridolin“ und „Mai“ anfangs intensiv beschult. Flug- und Landeübungen, Futtergründe finden und Jagdtechniken übernehmen.

Oft blieb der Horst viele Stunden unbesetzt, was fremde Besucher zu nutzen wussten.

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Auch dieses noch nicht brütende Storchenpaar (wahrscheinlich zwei und drei Jahre alt) wohnte gelegentlich zur Probe auf dem Horst.

In den Unterrichtspausen zog sich der Nachwuchs gern zum Ruhen zurück, während sich „Fridolin“ und „Mai“ mit der Selbstversorgung beschäftigten. Abends traf man sich auf dem Horst und der Jungstorch erhielt noch ein ungeduldig erwartetes Nachtmahl.

Seit gut zwei Wochen habe ich den jungen Storch nicht mehr gesehen. Er wird ausgelernt und sich kleinen Gruppen von Jungstörchen angeschlossen haben, die die Gegend erkunden und hier und da für Unruhe sorgen. Die Altvögel „Mai“ und „Fridolin“ hingegen waren nach dem Auszug ihres Nachwuchses wieder oft und lange auf dem Horst zu sehen, gern auch gemeinsam.

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Die Gefiederpflege nahm nun einen großen Teil des Tages in Anspruch.

Ab Mitte August ziehen die ersten Störche ins Winterquartier. Zunächst sammeln sich die Jungstörche aus dem Brutjahr mit den ein- bis dreijährigen Störchen zu Schaaren und treten den Flug in das Winterquartier als West- oder Ostzieher an. In unserer Gegend überwiegt seit einigen Jahren der Anteil der Westzieher.

Nach den Jungstörchen sammeln sich auch die Altvögel und machen sich auf den Weg in den Süden. Die Brutpaare stets getrennt. Auch „Fridolin“ und „Mai“ haben sich nach einer Phase der Ruhe und des Kräfte sammelns mit den Altstörchen der umliegenden Horste auf den Weg ins Winterquartier gemacht. In diesem Jahr etwas früher als üblich.

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So schaut der Horst seit Anfang der Woche aus – leer, verlassen.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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4 Antworten zu Das Storchenhalbjahr endet

  1. Linsenfutter schreibt:

    Ein Großteil der Störche hat sich bereits auf den Weg gemacht. Es heißt jetzt … ein halbes Jahr warten.

  2. puzzle ❀ schreibt:

    Etwas früher als üblich: auch bei uns sind die Störche schon weg, Ostzieher. Die Stoppelfelder sind ja auch schon längst leer und sogar gepflügt, ebenfalls vier Wochen früher als in den vorigen Jahrzehnten, das Futterangebot der Nachlese hinter den Traktoren ist vermutlich deshalb auch früher „vom Tisch“.

  3. monisertel schreibt:

    Jetzt beginnt das Warten und die Vorfreude aufs nächste Jahr, wenn sie alle hoffentlich wieder wohlbehalten zurückkehren!
    Es hat so viel Freude gemacht, sie zu beobachten….
    Liebe Grüße
    moni

  4. bernhard1965 schreibt:

    Sehr schöne Storchenbilder. Bei uns (mittlerer Neckarraum) hat im Frühjahr ein Storchenpaar Rast gemacht, ist dann aber wohl weitergezogen.

    LG Bernhard

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