Wie geht´s dem Jungstorch?

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Das Foto wurde vor nicht ganz zwei Wochen aufgenommen.

… wenn die Luft rein ist, d.h. keine fremden Störche oder Raubvögel in der Nähe sind, wird das Junge von den Altstörchen schon mal allein auf dem Horst belassen. Anfangs nur ein, zwei Minuten, inzwischen bis zu einer knappen Stunde. Aber immer ist ein Elternteil wachsam in der Nähe.

Mittlerweile sieht der Jungstorch aus wie ein richtiger Storch. Die Proportionen passen, das Gefieder ist gut ausgebildet und er schreitet gern den Horst ab. Auf den ersten Blick ist kaum noch zu erkennen, wer Alt- und wer Jungvogel ist.

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Der Nachwuchs steht links, zu erkennen an noch dunkelgrauen Beinen und einem fast schwarzen Schnabel. Das Foto wurde heute aufgenommen.

Auf obigem Foto gut zu sehen ist die vor zehn Tagen vorgenommene Beringung oberhalb des linken Knies. In Deutschland werden Jungstörche in ungeraden Jahren links, in geraden Jahre rechts beringt. In der Regel wird zwischen der fünften und siebten Lebenswoche von speziell ausgebildeten Beringern ehrenamtlich beringt. Zu diesem Zweck müssen sich Beringer und Eigentümer von Haus oder Grundstück, auf dem sich der Horst befindet, verständigen. Sehr oft ist der Horst nur mit Kran oder Hubwagen erreichbar; die Kosten für eine Anmietung gehen zu Lasten der Besitzer.

Auf dem Land lässt sich schon mal mit der Freiwilligen Feuerwehr ein Arrangement treffen. Technische Unterstützung bei der Beringung im Rahmen einer Übung im Austausch für einen guten Imbiss oder eine Spende für die Jugendfeuerwehr.

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Temperaturen um 30 °C: Alt und Jung halten den Schnabel meist offen, die Flügel werden gern abgespreizt und die Altvögel spenden dem Jungvogel Schatten.

Normalerweise bezieht der Jungstorch seinen Bedarf an Wasser aus dem angebotenen Futter. An heißen Tagen bekommt das Junge zusätzlich Wasser, das die Altstörche in ihrem Kehlsack mitbringen. Wenn der Durst gelöscht ist werden zur Erfrischung des Jungen Kopf und Hals regelrecht geduscht.

Sechs Wochen ist der Vogel nun alt. In zwei weiteren Wochen ist mit dem ersten Flug zu rechnen. Manchmal steht der junge Storch direkt am Horstrand und schaut auf die darunter liegende Welt. Fast scheint es, als wolle er bereits jetzt zum ersten Flug abheben.

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Täglich mehrfach wird „trocken“ geübt. Das kräftigt die Flügel.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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