Es tut sich was


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Wer kennt es nicht.

Braunschweig, 01. April 2019

… zur ersten Generation derer zähle ich, die sich in den späten 70ern und 80ern aus den Hochregalen der gelb-blauen Möbelhäuser bedienten und einrichteten. Ob Studentenbude, später Wohn-, Schlaf-, Kinder-, Arbeitszimmer oder die Regale im ersten eigenen Keller, immer waren die skandinavischen Ideen gefragt, wenn es um Ergänzungen oder Erneuerungen ging. Design und Qualität sprachen an, das Preis-Leistungs-Verhältnis war gut und der vielgescholtene Aufbau daheim für den gelernten Handwerker kein Hindernis.

Aber, seit geraumer Zeit werden die Besuche in den schwedischen Möbelhäusern seltener, werde ich nicht mehr warm mit den aktuellen Produkten. Ergo, die Köttbullarbräter sind für den gelegentlichen Einrichtungsbedarf längst nicht mehr die erste Anlaufadresse. Irgendwie habe ich das Gefühl, die bleiben ewig jung, während ich der Zielgruppe entwachse. Oder treffender ausgedrückt: entaltere.

Ein Beispiel: Für die „nachwachsenden Rohstoffe“ gibt es in den Möbelhäusern Spielecke, Wickel- und Stillraum. Und was gibt es für die Spitze der Alterspyramide? Fehlanzeige. Noch ein Beispiel: Die haben jede Menge Betten für die ganz Kleinen, für Jugendliche, Studis und Etablierte. Aber glaubt ja nicht, dass es auch nur ein Modell gibt, das etwaige Altersgebrechen lindert. Oder als „letztes Bett“ gar die Pflegebedürftigkeit unterstützen könnte. Nix da. Haste erst mal die Mitte der Lebenserwartung überschritten, lockern die Elche die Kundenbindung kaum merklich, aber auf der Zeitachse sehr konsequent. Ist das schon ein Fall von Altersdiskriminierung?

Aber jetzt kommt´s. Der Clou – der Hammer! In aller Stille vorbereitet.

Morgen, morgens ab 6:30 Uhr, beginnen an den meisten Standorten des schwedischen Möbelhauses umfangreiche Bauarbeiten. Es wird (wo immer platzmäßig möglich) in einer groß angelegten Aktion an die bestehenden gelb-blauen Möbelhäuser angebaut – ebenerdig, großzügig, barrierefrei, mit breiten Gängen und Sitzgelegenheiten in Ruheoasen zwischen den Abteilungen. Schon für den Herbst ist die Eröffnung der neuen exklusiven Einrichtungswelt für die reifere Generation vorgesehen.

In der Zwischenzeit entwickeln aus dem Ruhestand reaktivierte Designer – wer könnte das auch besser – unter Hochdruck altersgerechte Produkte. Damit umfasst das erweiterte Produktprogramm der Elchhäuser künftig unseren gesamten Lebenszyklus. Ja, sogar einen Liefer- und Aufbauservice soll es für die Senioren geben. Ist das keine gute Nachricht?

Euch noch einen schönen Rest-1.-April.

(Foto: © eigenes Foto)

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8 Antworten zu Es tut sich was

  1. einfachtilda schreibt:

    Schönen 1. April 😀

  2. kagould17 schreibt:

    Ha Ha. It is not a bad thought, though. I have so much of their product in my home from my 30s through my 50s and even a new kitchen in my 60s. What will I buy from Ikea in my 70s? Certainly not their Swedish meatballs. They are now crap, or did I just finally develop better taste. Long live the phrase „Some Assembly Required“. Allan

  3. monisertel schreibt:

    Hallo Michael,
    schauen wir mal, was sich bis zum 1.April 2020 getan hat…. 😉
    liebe Grüße
    moni

  4. Ulla schreibt:

    Schade, fast hätte ich’s geglaubt…

  5. Kristallina schreibt:

    Ha..ha..ha… Jetzt hast du vielleicht der Familie Kamprad eine richtig gute Idee presentiert.
    Braunschweig? Das ist ja fast zu Hause….. bisschen Heimweh hat man ja immer 😀

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