Es kann losgehen

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Rückkehrer aus dem Süden – „Fridolin“. Wie im Vorjahr am 19. Februar.

… vor zweieinhalb Wochen bezog der weithin bekannte Storch „Fridolin“ seinen angestammten Horst auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde, Niedersachsen. Exakt am Jahrestag des letztjährigen Eintreffens aus dem Süden, Zwei, drei Jungstörche, die bereits ein Auge auf das Nest geworfen hatten, wurden rasch verscheucht. Dann begann „Fridolin“ in aller Ruhe mit Reparaturen am Horst und dem weiteren Ausbau.

Ab und zu wurden durchreisende Störche für die Dauer einer Verschnaufpause im Horst geduldet. Und eine gute Woche lang eine Störchin, die immer mal wieder für ein paar Stunden zu Besuch kam. Man paarte sich auch, aber der Flirt wurde nicht vertieft.

Gestern um die Mittagszeit traf nun „Mai“ ein, „Fridolins“ Partnerin aus dem Vorjahr. Die Vertrautheit war den beiden Störchen sogleich anzusehen. Rasch kam man überein, auch in diesem Jahr das Brutgeschäft gemeinsam zu erledigen.

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Im Anflug

„Fridolin“ betrieb bei seiner Partnerin Gefiederpflege an Hals und Kopf, Stellen also, an die ein Storch mit dem langen Schnabel selbst nie gelangt. Wellness pur für „Mai“. Man klapperte oft synchron, bog den Kopf bis auf den Rücken und kopulierte mehrfach. Zwischenzeitlich nahm „Mai“ einige kleine Optimierungen am gemeinsamen Horst vor, legte einzelne Zweige um, zupfte hier und dort.

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„Fridolin“ und „Mai“. Livekamera: https://storchencam-2.click2stream.com/

In lockerer Folge werde ich über den Fortgang des Brutgeschäfts berichten. Im Vorjahr waren zunächst vier Junge geschlüpft, von denen unter dramatischen Umständen aber nur ein Jungstorch überlebte.

(Fotos: © Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

Über Taupunkt von BlogBimmel

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9 Antworten zu Es kann losgehen

  1. einfachtilda schreibt:

    Fein. Dann weiß ich jetzt, dass es sich lohnt, wieder nach Leiferde zu fahren. Ist ganz in der Nähe.
    Die Storchencam hatte ich im letzten Jahr täglich am Laptop beobachtet und war froh, dass es wenigstens ein Jungstorch geschafft hatte.

  2. banactee schreibt:

    Einige Störche verzichten jetzt – wohl dank des Klimawandels – auf den Süden und bleiben auch im Winter im Norden, in dieser kalten Jahreszeit 78 Störche in St. Peter-Ording gezählt, soviel wie noch nie.

  3. monisertel schreibt:

    Hallo Michael,
    wie schön, dass das Pärchen wieder da ist. Hoffen wir mal, dass in diesem Jahr die Jungvögel alle überleben.
    Liebe Grüße
    moni

  4. Anhora schreibt:

    Ich mag Storchgeschichten und bin gespannt auf die Fortsetzung!
    Als ich noch eine Arbeitsstelle neben einem Storchennest hatte, faszinierte es ich auch und ich habe ein paarmal davon erzählt:
    https://anhora.wordpress.com/category/geschichten/storchgeschichten/
    Klapperndes Grüßle
    Anhora

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