Herbstmorgen

Die Grünanlage vor meiner Haustür.

… nach einigen teils sonnig-schönen Tagen bot der heutige Morgen einen eher typisch herbstlichen Anblick. Grau, nach Nieselregen feucht und es roch sogar ein wenig nach Herbst. Gegenüber haben sich in den letzten Tagen die städtischen Gärtner durch die Grünanlage rund um das Regenrückhaltebecken gearbeitet. Sträucher wurden zurückgeschnitten, Astbrüche, Unkraut und Wildwuchs aufgelesen, der Boden gelockert und mit Mulch abgedeckt.

Die tierischen Be- und Anwohner der kleinen Idylle – Igel, Eichhörnchen, Marder, Enten, Reiher und Fischbesatz – bereiten sich auf den Winter vor. Vor allem die Eichhörnchen sind nach Abzug der Gärtner mit dem Deponieren ihrer Vorräte sehr beschäftigt.

(Foto: © eigenes Foto)

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Auf in den Herbst

In nur wenigen Wochen schaut das noch nicht abgeworfene Laub der Bäume vor meiner Tür wie auf dem Foto aus dem Vorjahr aus.

… meteorologisch begann der Herbst bereits vor drei Wochen mit dem 1. September. Aber der Tag war nicht wirklich der Start in den Herbst, das Datum ist „nur“ eine pragmatische Setzung der Meteorologen der UN-Unterorganisation WMO. Der Volksmund benennt den Einstieg in den Herbst schon etwas treffender als den kalendarischen Herbstanfang.

Der tatsächliche Herbstanfang allerdings ist astronomisch bedingt und damit ein Ereignis, kein fixes Datum. Alle Jahreszeiten haben einen von Jahr zu Jahr ggf. im Datum, in jedem Fall aber in Stunden, Minuten und Sekunden variierenden Ereigniszeitpunkt. Der Herbst beginnt an einem 22., 23. oder selten auch an einem 24. September. In diesem Jahr ist es der 22. September, 15:30 MESZ. Der Zeitpunkt ergibt sich – einfach ausgedrückt-, wenn die Sonne den Himmelsäquator von Norden kommend nach Süden quert.

Zugleich findet die zweite und letzte Tagundnachtgleiche des Jahres statt. Die Tagundnachtgleiche wird Äquinoktium genannt, genauer Frühjahrs- und Herbstäquinoktium, oder auch Primar- und Sekundaräquinoktium. An diesen Tagen sind überall auf der Erde (ohne Pole), also auch auf der Südhalbkugel, Tag und Nacht (fast genau) gleich lang, während die Jahreszeiten spiegelbildlich verlaufen.

In unseren mittleren Breiten beginnt mit dem Herbst auch die Zeit der Stürme. Verursacht durch die zunehmende Temperaturdifferenz zwischen den bereits kalten nördlichen und den noch wärmeren südlichen Breiten nimmt die Strömungsgeschwindigkeit der Luft entlang der Luftmassengrenzen zu. So in die Zange genommen bilden sich in den von uns bewohnten gemäßigten Breiten die berüchtigten Herbststürme aus. Da müssen wir nun wieder routiniert hindurch.

Dennoch, einen ganz tollen Herbst mit wunderschön gefärbtem Laub wünsche ich euch.

(Foto: © eigenes Foto)

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Mein Bart hat Jubiläum

… Bart tragen ist groß in Mode. Zuvor war der Bart längere Zeit „out“. Und einen Modezyklus davor: natürlich „in“. Wie sollte es auch anders sein. Aber zuweilen gibt es noch Kontinuität. Mein Bart feiert ein relativ seltenes Jubiläum. Jawohl, heute bin ich seit 50 Jahre allen Zyklen zum Trotz ununterbrochen Inhaber einer Barttracht. Mit dem Abschlusstag der Lehre beginnend wuchs zunächst ein Schnäuzer heran. Der arg konservativ-gestrenge Lehrmeister hatte nichts mehr zu melden und langersehnte neue Freiheitsgrade taten sich auf. Ein Bärtchen musste her und die Haare durften länger werden, alles ganz im Stil der beginnenden 70er.

Über die Jahrzehnte wechselten die Barttrachten. Während der Schnäuzer unter der Nase als gesetzt stets blieb, gesellte sich mal ein Kinn-, mal ein Backenbart zum Vollbart hinzu. Der vorletzte Bart, wieder ein reiner Schnäuzer, wich zum 50. Geburtstag dem heutigen Dreitagebart, der meist zwei Mal wöchentlich mit der Maschine auf 2,5 bis 5 mm kurz gehalten wird.

An so einem Tag hängt man (na gut: Hänge ich) ein wenig den Erinnerungen nach, bei denen der Bart eine Rolle spielte. Und als „Kopfmensch“ habe ich auch nachgerechnet, wie lang die Barthaare unter der Nase theoretisch hätten werden können, wären sie nicht die ganzen 50 Jahre kurz gehalten worden: etwa 6,39 Meter. Na, wenn das nicht einen Blogbeitrag wert ist.

(Foto: © eigenes Foto)

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Klare Ansage

… gesehen an den Briefkästen eines Wohnhauses. Individuell und dennoch im Rahmen einer gewissen Norm. Ordnung muss sein.

(Foto: © eigene Fotos)

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Normalerweise

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… ja, normalerweise wäre ich zurzeit mit dem Wohnmobil unterwegs. In diesem Sommer aber ist vieles anders als gewohnt. Weitere Fahrten in den Süden sind wegen der Seuche nicht opportun, heimische Ziele während der Ferienzeit (für mich) zu überlaufen. Also schau ich mal, wie es nach der Hauptreisezeit aussieht. Bis dahin halte ich mich mit Erinnerungen an ruhig gelegene Ziele im tiefen Süden über Wasser.

(Foto: © eigenes Foto)
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Hausbesetzer und andere Besucher

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Aktuell schaut es auf dem Horst oft stundenlang wie auf diesem Foto aus. Alle Vögel sind ausgeflogen.

… nachdem die Jungstörche auf dem Horst von „Fridolin“ und „Mai“ vor fast drei Wochen flügge wurden blieben sie ihrem bisherigen Lebensmotto zunächst treu: nur nichts übereilen. Die neuen Freiheitsgrade nutzten die jungen Störche zu ersten Runden um den Horst, zu Flug- und Landeübungen und kurzen Ausflügen auf Sichtweite.

https://youtu.be/yQ5-LbKGqDc

Auch das Landen auf dem Horst will gelernt und geübt sein. Kein Meister fällt vom Himmel.

Bis vor zwei, drei Tagen hielten sich die jungen Vögel überwiegend auf dem Horst auf. Mittlerweile beginnt der erste der beiden Jungvögel sich abzunabeln. Er verbringt nun den größten Teil des Tages als Selbstversorger oder streift mit anderen jungen Störchen durch die Gegend. Mir scheint, als habe er die letzte Nacht auch nicht mehr auf dem elterlichen Horst verbracht. Dem zweiten Jungstorch wird noch vermittelt, dass der „Pizzabote“ ein Auslaufmodell ist.

https://youtu.be/A0TI3kCWSbU

Immer öfter gehen die Jungen bei den Visiten der Altstörche leer aus. Da hilft auch kein Betteln.

Die länger werdenden Leerstandszeiten auf dem Horst locken zahlreiche Besucher an. Vor allem Jungstörche aus diesem Brutjahr und noch nicht verbandelte jüngere Jahrgänge probieren schon mal aus, wie es sich in einem solchen Eigenheim leben lässt.

https://youtu.be/tt6Vb3OclgM

Störche aus dem aktuellen Brutjahr schließen sich gern zu kleinen Gruppen zusammen und erkunden gemeinsam das Terrain. Hier wird der Horst von vier fremden Jungstörchen besetzt.

https://youtu.be/ALYMDMfgIlc

Hausbesetzer. Ein häufiger auf dem Horst einkehrender zweijähriger Storch hält den Horst besetzt und wehrt die Anflugversuche einer Gruppe von Jungstörchen ab.

https://youtu.be/3D66BlZEUBE

Wenn weit und breit keiner der Eigner des Horstes zu sehen ist wird schon mal die Chance zum Klau von Nistmaterial genutzt.

In der zweiten Augusthälfte werden erste Gruppen früh geschlüpfter Jungstörche Schwärme bilden und in ihr Winterquartier ziehen. Die Altvögel treten den Flug separat erst einige Wochen nach der Brut an.

 

(Fotos/Videos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Komische Vögel

… wie unterschiedlich junge Störche sein können.

Sehr lange dauerte es bis zum ersten Flug des etwas agileren Jungstorchs am Sonntag. Während der im letzten Jahr flügge gewordene Storch sofort ausgedehnte Ausflüge unternahm, erschöpfte sich die Lust des ersten Jungstorchs anfangs in gelegentlichen Platzrunden um den Horst. Am Mittwoch erst schloss er sich für eine gute halbe Stunde einer Gruppe flügge gewordener Jungstörche an, um mit ihnen das Terrain zu erkunden. Und gestern war er gar eine Stunde unterwegs. Das Landen bei Rückkehr auf den Horst allerdings ist noch verbesserungsfähig.

Landung #2 – https://youtu.be/72GJl94hSbI

Das Geschwisterchen allerdings traute sich immer noch nicht frei zu fliegen. Ganz allein auf dem Horst juckte es den zweiten Jungstorch ganz offensichtlich mächtig in den Flügeln. Aber der  Mut zum Absprung vom Horst fehlte immer noch.

Flügge #4 – https://youtu.be/ocZo44EpzDk

Etwa eine Stunde später war es endlich soweit, sein erster Flug und eine 1a-Landung:

Flügge #3 – https://youtu.be/mRKMyZArVcE

Die neuen Freiheitsgrade nutzen beide auch zu ersten gemeinsamen Runden um den Horst. Da kommt sichtlich Freude bei den sich immer gut verstehenden Geschwistern auf.

Freiflüge #1 – https://youtu.be/ECQas2clPFA

Es wird auch höchste Zeit, dass die Jungstörche alles Wichtige rasch erlernen und sich bald einer Jahrgangsgruppe anschließen. In gut vier Wochen werden die ersten Jungstörche Schwärme bilden und in ihr Winterquartier ziehen.

(Fotos/Videos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Tag 78 – Lift-off

… lange hat es gedauert, doch nun ist es soweit. Die Brut von „Fridolin“ und „Mai“ ist flügge. Seit Montag war zu beobachten, was ich im letzten Blogbeitrag für den Fall der Fälle schrieb:

  • „Noch schaffen die Altvögel genügend Futter heran. Allerdings lassen sich die Eltern nicht über Gebühr ausnutzen. Der erste Flug auf eigenen Schwingen wird letztlich unumgänglich, wenn die Jungvögel zwangsweise auf Diät gesetzt werden.“

Und so kam es, die Jungstörche wurden durch größer werdende Abstände zwischen den Fütterungen langsam ausgehungert. Heute gegen 15 Uhr drehte der erste der beiden Jungstörche eine Runde um den Horst.

Eine so lange Nistzeit unter insgesamt durchaus günstigen Rahmenbedingungen ist zwar ungewöhnlich, kommt aber vor. So auch schon in der Brutsaison 2016. Damals dauerte es 73 Tage bis zum Freiflug der Jungstörche, die „Fridolin“ noch mit seiner früheren Partnerin „Friderike“ aufzog. Im letzten Jahr benötigte der Nachwuchs normale  61 Tage bis zum ersten Sprung aus dem Horst.

Störche20_152_bÜben, üben, üben.

 

Störche20_124_bBis nach Sonnenuntergang werden Trainingseinheiten absolviert. Und wie es sich für Flieger gehört: gegen den Wind ausgerichtet.

 

Die Jungstörche werden jetzt von den Alten in freier Wildbahn an gute Futterstellen herangeführt und intensiv in Jagdtechniken eingewiesen. Vorerst wird noch zugefüttert, bis die Jungen selbstständig ausreichend Nahrung aufsammeln können. Übernachtet wird weiter auf dem elterlichen Horst. Nach gut zwei Wochen nabeln sich die Jungstörche langsam ab und verbringen immer öfter den Tag und schließlich auch die Nacht auf eigene Faust und Verantwortung in der Gegend.

Auf Fotos sind Dynamik und vor allem die interessanten Interaktionen zwischen den Störchen nicht darstellbar – es sind halt Momentaufnahmen. Darum habe ich in den letzten Tagen mein technisches Know-how aufgerüstet und die Live-Webcam des NABU-Artenschutzzentrums mit einem Recorder via Internet quasi angezapft. In zeitaufwändigen Schritten wird das erstellte Rohmaterial geschnitten und so konvertiert, dass Videos via YouTube praktisch jedem Interessenten zugänglich gemacht werden können.

Hier drei virenfreie Links zu den Jungstörchen:

Spiel, finales Training und erster Flug.

Spiel #2 – https://youtu.be/CfKuHsQ0wAY

Training #6 – https://youtu.be/tLY87vt6Ob4

Flügge #1 – https://youtu.be/9ImpBsQtnSw

 (Fotos/Videos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Die Sache mit dem Siebenschläfer

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… am 27. Juni war Siebenschläfertag. Volksmund und Bauernregeln kennen eine ganze Reihe von Reimen, die das dominante Wettergeschehen der nachfolgenden sieben Wochen prognostizieren sollen. Wohl jeder wird aus seiner Lebenserfahrung  eine bestimmte Haltung dazu haben.

Nun, eigentlich ist der Siebenschläfertag gar nicht der 27. Juni. Erst mit der Umstellung auf den Gregorianischen Kalender im 16. Jahrhundert wurde er um zehn bzw. elf Tage verlegt. Der wahre Siebenschläfertag, dem Sonnenstand folgend, wäre am heutigen 8. Juli (Schaltjahr).

Und um es noch genauer zu beschreiben: Nicht dieser eine Tag ist entscheidend, sondern die vorherrschende Wetterlage an den zehn bzw. elf vorhergehenden Tagen. Jedenfalls korreliert dieser Zeitraum statistisch signifikant mit der in den folgenden etwa vier Wochen tatsächlich herrschenden Großwetterlage zu etwa 60 bis 70 Prozent. Mit regionalen Abweichungen; vom Norden zum Süden steigt die statistische Übereinstimmung an, in München soll die Regel gar zu 80 % zutreffen.

Wenn ich heute über das seit Siebenschläfer in meiner Gegend dominierende Wetter sinniere, so habe ich in den nächsten gut vier Wochen keinen bemerkenswerten Sommer zu erwarten – einige sonnig-warme, zu kühle, recht windige und auch regnerische Tage sind angesagt. Insgesamt werden hier alle Wetter vertreten sein, keine Lage dominieren und darum wechselhaft und eher unbeständig.

Statistik hin, Statistik her – ich drücke euch die Daumen für vier Wochen schönes Wetter in eurer Gegend.

(Foto: © eigenes Foto)
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Faules Pack!?

… seit einer Woche warte ich schon auf den ersten Flug der Jungstörche. Zwischen dem 60. und 65. Tag nach dem Schlupf ist der erste Freiflug zu erwarten. Eine gewisse +/- Streuung kann sich aus sehr günstigen oder auch ungünstigen Wetter- und Nahrungsbedingungen ergeben. Wir schreiben heute Tag 71. Die Aufzuchtbedingungen waren insgesamt gut. Im Vorjahr war die (Einzel-) Brut mit dem 61. Tag flügge.

Nach ihrem Entwicklungsstand könnten beide Jungstörche längst fliegen. Mehrmals täglich kommt auch Unruhe auf, wird aufgeregt im Kreis durch den Horst gelaufen, das Geschwisterchen auch schon mal überflogen.

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Gewaltige Sprünge von einem Meter oder gar mehr mit sekundenlangem Flügelschlagen über dem Horst zeugen von ausreichender Kraft.

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„High five“ unter Störchen. Nach einer besonders gelungenen Flugübung kreuzen die Jungvögel mit gereckten Hälsen klappernd die Schnäbel. Ganz so, als sagten sie zueinander: „Hast du das gesehen?“ „Ja, du warst toll!“.

Noch schaffen die Altvögel genügend Futter heran. Allerdings lassen sich die Eltern nicht über Gebühr ausnutzen. Der erste Flug auf eigenen Schwingen wird letztlich unum-gänglich, wenn die Jungvögel zwangsweise auf Diät gesetzt werden.

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Herrjeh, steht der Schornstein aber auch hoch über Grund. Der Mut zum Absprung fehlt noch.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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Heiße Phase vor dem ersten Flug

… seit dem letzten Blogbeitrag zum Storchenleben in meiner Nachbarschaft haben sich die zwei Küken weiterhin gut entwickelt. Faszinierend das Tempo, mit dem der Storchennachwuchs heranreift. Fast acht Wochen alt haben sie jetzt die Proportionen eines Jungstorches angenommen. Mittlerweile schreiten sie auch auf recht trittsicheren Beinen über den Horst und verbringen immer mehr Zeit auf ihren zwei lang gewordenen grauen Beinen.

Störche20_114_bDie Jungstörche sind inzwischen über dem rechten Knie beringt worden. Mit einem speziellen Fernglas sind die Ringdaten auf 150 bis 200 Meter gut ablesbar.

Störche20_108_bImmer wieder helle Aufregung, wenn einer der Altstörche frisches Futter einfliegt. Die Jungstörche sind schier unersättlich. Zimperlich oder gar liebevoll gehen sie mit ihren Ernährern allerdings nicht um. Jene werden hart bedrängt und gern am Schnabel gezwickt, wenn Nachschlag gewünscht wird.

Mehrfach täglich wird die Muskulatur der Schwingen trainiert. Anfangs im Stand, dann immer öfter auch hüpfend. Anfangs kaum zwei, drei Zentimeter, dann ein, zwei Handspannen hoch. Auch aus der Laufbewegung wird schon mal kurz abgehoben, dabei zuerst ungezielt versetzt, schließlich ganz gezielt gelandet.

Störche20_113_bÜbungseinheit unter Aufsicht.

Störche20_127_bBereits ein wenig abgehoben.

In den Tagen vor dem ersten Ausflug gelingen sekundenlange Flüge in bis zu einem halben Meter Höhe über dem Horst. Dann folgt der ganz offensichtliche Kampf zwischen Mut und Furcht – soll ich oder lieber noch nicht.

Je nach Aufzuchtbedingungen (Wetter, Nahrungsangebot) ist mit dem ersten Flug etwa 60 bis 65 Tage nach dem Schlupf zu rechnen; der Schlupf war am 25. April. Ich denke, dass der etwas agilere Jungstorch (auf dem letzten Foto pausierend) den ersten Ausflug unternehmen wird.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Zu nachtschlafender Zeit

… startet heute der Sommer nach astronomischer Berechnung. Also, ganz exakt um 23:43 Uhr MESZ. Inmitten der kürzesten Nacht des Jahres. Mit dem heutigen Eintritt der Sommersonnenwende werden sich die Tageslichtanteile bis in den Dezember hinein wieder langsam verringern. Schade, wie ich finde.

Weil es zum Ereigniszeitpunkt recht dunkel sein wird, hier vorab ein paar sommerliche Sonnenstrahlen:

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Eine sehr lange Reise haben diese Sonnenstrahlen hinter sich – in zeitlicher wie räumlicher Hinsicht. Rund eine Million Jahre (!) haben die Partikel der Strahlen innerhalb der Sonne für den Weg vom Sonnenkern bis zum Austritt aus der Corona gebraucht. Für den Weg bis zu diesem Fotostandort auf der Erde bedurfte es nur weiterer knapp acht Minuten.

(Foto: © eigenes Foto)

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Schattenwurf

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… Licht und Schatten auf rauem Untergrund.
Ein kurzer Augenblick – gestaltet von der Morgensonne.

(Foto: © eigenes Foto)
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Aus dem Storchenleben

… sechs Wochen sind die beiden Jungstörche auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde nun alt. Zwischen der dritten und sechsten Lebenswoche wird der Storchennachwuchs beringt, soweit ausgebildete Fachkräfte und ggf. Sponsoren für den Technikeinsatz zur Verfügung stehen. Der Zeitraum der Beringung hängt mit der Akinese junger Störche zusammen, die mindestens bis zur sechsten Woche bei Gefahr mit einem spezifischen Reflex reagieren – die Jungstörche stellen sich im Bedrohungsfall tot. Durch die Bewegungsstarre werden bei der Beringung übermäßige Reaktionen wie Flucht und ggf. Absturz aus dem Horst vermieden.

Bedingt durch die Coronamaßnahmen wird die Zeit zur Beringung in diesem Jahr überall knapp. Mal schauen, ob es bei unseren zwei Küken noch klappt. Wenn, dann erfolgt die Beringung bei der diesjährigen Brut am rechten Bein. In ungeraden Jahren wird das linke Bein beringt.

In dieser Woche sah ich erstmals eine sehr interessante Fütterungsvariante. Normalerweise würgt der Altstorch seine Ausbeute vor die Küken, die sich dann nach Art der Hühner pickend selbst bedienen. „Fridolin“ brachte nun mehrfach eine alternative Fütterung ins Spiel: ein Büschel Gras wurde eingeflogen und im Horst abgelegt.

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Das gefiel den Küken sehr gut, denn offenbar hingen an dem Gras eine große Menge Insekten, die frisch „abgeerntet“ werden konnten. Rasch hatten die zwei Kleinen auch herausgefunden, dass Wenden und Schütteln des Grasbüschels noch mehr Köstlichkeiten freisetzte.

Fast täglich gibt es ein wenig Unruhe auf dem Horst. Noch nicht geschlechtsreife ein- bis zweijährige Störche leben ihr pflichtenfreies Halbstarkendasein aus. Sie unternehmen ausgedehnte Ausflüge und schauen sich gern bei erwachsenen Brutstörchen um. Dabei respektieren sie nicht immer den gewünschten Abstand zum belegten Horst, was bei den Eigentümern Drohgebärden und wütendes Klappern auslöst.

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Typische Abwehrhaltung bei Annäherung fremder Störche.

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Die Gefiederpflege nimmt immer mehr Raum im Tagesablauf der Jungstörche ein. Und auch der Aufbau der Flügelmuskulatur wird intensiviert.

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Schietwetter

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

HALTET ZUSAMMEN <———-> MIT EIN BISSCHEN ABSTAND

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Neues vom Horst

… vor vier Wochen schlüpften die Storchenküken auf dem alten Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums in Leiferde. „Fridolin“ und „Mai“ hatten die dritte gemeinsame Brut zum Schlupf gebracht – vier winzige Küken zappelten im weichen Nistmaterial der Horstmulde. Allerdings forderte die lang anhaltende Trockenheit der letzten Wochen ihren Tribut.

Kaum 14 Tage alt wurden zwei der Küken von den Altvögeln kurzerhand aus dem Horst geworfen. So grausam dieses Vorgehen auch ist, das ist Natur pur. Warum? Die anhaltende Trockenheit hatte zu einem Mangel an Regenwürmern und Insekten geführt. Auch die umliegenden Feuchtgebiete waren relativ trocken gefallen. Bevor nun vier Küken schwach und unterentwickelt herangezogen werden, wird die Anzahl der Münder dem Nahrungsangebot angepasst und reduziert. Dürrezeiten und anhaltende Regenfälle sind die häufigsten Ursachen für Verluste bei der Storchenaufzucht.

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Zwei verbliebene Storchenküken im Alter von 14 Tagen.

Die überlebenden Küken haben sich gut entwickelt; das Wachstum ist rasant. In den ersten vier Lebenswochen hat sich die Größe vervielfacht. Immer öfter richten sich die Küken auf den Knien auf und durchwandern den Horst. Zunächst mehr stolpernd, mittlerweile recht trittfest. In weiteren vier Wochen ist der erste Ausflug der Jungstörche zu erwarten.

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Knapp vier Wochen alt.

Anders als bei den meisten Vogelarten werden die jungen Küken von den Altvögeln nicht direkt in den Schnabel gefüttert. Vom ersten Tag an würgen die Elternstörche das eingesammelte Futter vor den Jungvögeln aus. Diese picken das Futter wie Hühner auf. Auch die Altvögel bedienen sich aus der Futterablage.

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Schon nach drei Wochen zeichnet sich ein kleiner schwarzer Saum am stummeligen Gefieder ab. Die Schwingen wachsen nun rasch heran und werden immer häufiger auch kurz ausgebreitet.

Inzwischen haben Niederschläge zur Verbesserung des Nahrungsangebots geführt. Auch kleine Frösche werden schon von den Küken verschlungen. Regenschauer machen den Kleinen nichts aus. Dauerregen allerdings gefährdet das Leben der Küken, vor allem, wenn im Horst Plastikfolie verbaut ist und Regenwasser nicht ablaufen kann.

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Wie begossene Pudel warten die vier Wochen alten Küken auf besseres Wetter.

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Schichtwechsel auf dem Horst. „Fridolin“ hat „Mai“ abgelöst, die zur Beschaffung der nächsten Mahlzeit aufbricht. Mittlerweile bleiben die Jungvögel auch schon mal für wenige Minuten allein im Horst. Aber immer ist einer der Altstörche wachsam in Sichtweite des Nachwuchses.

Tagsüber verbringen die Küken etwa die Hälfte der Zeit ruhend, eng aneinander gekuschelt in der weich ausgepolsterten Mulde des Horstes. Während der übrigen Zeit sind die Kleinen eher umtriebig und bewegen sich quer durch den Horst. Auch die Gefiederpflege kommt nicht zu kurz.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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Corona und Urlaubssaison – passt das?

… also, so nach und nach fassen die föderalen Entscheidungsträger an der Coronafront immer mehr Lockerungen ins Auge. Ist ja auch kein Wunder. Hoteliers, Freizeitpark-betreiber und Ferienvermieter im Nacken, die großen Sommerferien vor Augen. Wohin man auch schaut, der Erwartungsdruck auf die Politiker ist gewaltig.

Was bei allen sinnvollen oder sinnlosen Maßnahmen, Verboten und Geboten in der nahenden Urlaubssaison wohl sicher bleiben wird: Ansammlungen meiden und Abstand halten. Das kann sogar am Strand mühelos eingehalten werden, wie man sieht.

FKK Corona

Mich treibt nur noch die Frage um:

FKK mit oder ohne Mund-Nasen-Schutz?

(Foto: © pixabay.com, lizenzfrei)

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Brutgeschäft erledigt

… rasches Ende der Brutzeit auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums im niedersächsischen Leiferde. Nach dem Schlupf der ersten zwei Storchenküken am letzten Samstag schlüpfte ein drittes Küken am Morgen des vorgestrigen Montags. Ein viertes Küken schlüpfte zu meiner Überraschung gestern in der Mittagszeit, also nur einen Tag nach #3. Normalerweise schlüpfen die Jungen wie auch üblicherweise gelegt alle zwei Tage aus dem Ei. Aber keine Regel ohne Ausnahme, „Fridolin“ und „Mai“ hatten es offensichtlich eilig.

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So winzig die vier Küken im Vergleich zum erwachsenen „Fridolin“.

Dass das Brutgeschäft nunmehr erledigt war, wurde sogleich aus dem Verhalten des diensthabenden „Fridolin“ erkennbar. Während der Brutzeit erheben sich die Storcheneltern etwa alle halbe Stunde, um die bebrüteten Eier im Gelege zu wenden. Damit wird verhindert, dass die Frucht an der inneren Eischale verklebt. Nach dem Wenden nimmt der Brutstorch sofort wieder auf dem Gelege Platz.

So aber nicht gestern, „Fridolin“ blieb einfach stehen. Damit war klar, dass keine weiteren Eier im Nest zu bebrüten waren. Er stocherte in der Mulde herum und legte eine halbe Eischale am Horstrand ab, die zweite Hälfte wurde nach und nach zerkleinert und gefressen.

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Für mich immer wieder erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit die Küken heranwachsen. In gut 60 Tagen bereits ist der erste Ausflug der Jungstörche zu erwarten. Dann sind die ehemaligen Winzlinge fast so groß wie die Altstörche.

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Eine halbe Eischale liegt inmitten der Mulde, die andere Hälfte links am Horstrand. Die Eischalen werden nicht aus dem Horst entsorgt. Sie tragen zum Abdecken des Mineralienbedarfs der Altstörche bei. Und Feinde werden nicht mit unter dem Horst liegenden Eischalen auf die junge, empfindliche Brut aufmerksam gemacht.

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„Mai“ (rechts) schaut erstmals nach dem vierten Küken. Noch sind die Küken zu klein, um sie in der Mulde sehen zu können. Nur wenn sie sich empor strecken sind sie sichtbar.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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Erste Storchenküken geschlüpft

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Zwei klitzekleine weiße Köpfchen mit schwarzen Mündern recken sich gleich rechts der Storchenbeine empor.

… in aller Frühe schlüpfte gestern das erste Küken im Gelege von „Fridolin“ und „Mai“. 33 Tage Brutzeit benötigte das Storchenpaar, zwei Tage länger als im Vorjahr. Am späten Nachmittag folgte wie erwartet auch das zweite Küken. Am ersten Schlupftag pellen sich meist zwei Küken aus der Schale, weil die Brut in der Regel mit der Ablage des zweiten Eis beginnt. Damit sind die beiden ersten Storchenküken stets gleich weit und etwas weiter entwickelt als die jeweils zwei Tage später nachfolgenden Küken.

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Frisches weiches Nistmaterial für die Mulde wird eingeflogen.

In einer Mulde im Horst, mit Gras weich ausgepolstert, schlüpfen die Küken. Am ersten Tag versorgen sich die Küken aus dem Dottersack, erst ab dem zweiten Tag beginnen die Bruteltern mit der Fütterung.

Morgen dürfte das nächste Küken schlüpfen, denn die Storcheneltern wenden noch fleißig im Horst befindliche weitere ein oder zwei Eier.

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Antritt zum Schichtwechsel – wie immer begrüßt man sich mit intensivem Klappern.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

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Die Sache mit dem Reis

… ich habe mal wieder meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Tschulligung, das kann in Zeiten der beschränkten Selbstentfaltung schon mal vorkommen. Also, worum geht es?

Wohl jeder kennt die Metapher mit dem Sack Reis, der in China umfällt. Vom Anwender dieser Metapher wird damit zum Ausdruck gebracht, wie unbedeutend ein bestimmtes Geschehen für ihn gerade ist. Und da klinken sich meine Gedanken ein.

  • Ein Sack Reis, 8.000 Kilometer entfernt von hier, kippt um. Ein solches Ereignis ist hier einfach nicht wahrnehmbar, damit ohne Bedeutung, folgenlos, eigentlich gar nicht geschehen.

Andererseits

  • Ein Virus, vieltausendfach kleiner als ein einzelnes Reiskorn, springt in China auf einen neuen Wirt über. Und diesmal hat das Ereignis in Fernost über Monate hinweg weltweit eine gewaltige Auswirkung.

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Den Spruch mit dem Sack Reis, der in China umfällt, sehe ich heute ganz anders. Ich werde diese Metapher wohl nicht mehr verwenden, sie ist mir zu doppeldeutig geworden.

(Foto: © eigenes Foto)

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Irrational

… ich bin ja ein nachdenklicher Mensch. Meistens jedenfalls. Worum geht es: Zum Einkaufen komme ich kaum noch, das erledigt die Familie meines Ältesten, der unweit meiner Corona-Selbstisolationshütte wohnt. So bekomme ich die aktuellen Veränderungen im örtlichen Handel seit sechs Wochen nur noch am Rande mit.

Der Presse entnehme ich nun, dass die Hamsterkäufe stark nachgelassen haben. Der Krisenbedarf besorgter Haushalte nach Infektionsmitteln, Seifen, Mehl, Nudeln, Reis, Konserven u.v.m. ist weitgehend gedeckt. Die häuslichen Läger sind voll, die zuvor noch leeren Regale in den Supermärkten füllen sich wieder. Die Nachfrage hat sich mittlerweile auf leicht erhöhtem Niveau normalisiert, so die Handelsvertreter.

Wie immer, die Medaille hat stets zwei Seiten. Das gilt auch für Krisen. Die heutigen Krisengewinner sind morgen die Verlierer. Zu den ersten Verlierern werden als Ex-Gewinner die Hersteller von Klopapier zählen. Eigentlich ein Marktsegment mit einer ganzjährig recht geradlinigen Nachfrage, ohne saisonale Schwankungen, ohne Festivitätsspitzen wie Ostern oder Weihnachten, ohne MHD (Verfallsdatum).

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Frohe Ostern

Ein ganzjährig gleichmäßiger Geschäftsverlauf also. Eigentlich. Und doch nicht krisenfest, wie sich zu meinem großen Erstaunen gezeigt hat. Nicht wenige Haushalte haben ihren nach wie vor völlig unveränderten Bedarf auf Monate hinaus gebunkert. Für die Hersteller heißt das: Auf Sonderschichten folgt Kurzarbeit.

Unter dem Strich wird übers Jahr gesehen kaum eine Rolle mehr oder weniger produziert worden sein. Ist das momentane Marktgeschehen nicht ein gut Stück irrational?

HALTET ZUSAMMEN <———–> MIT EIN BISSCHEN ABSTAND

(Foto: © eigenes Foto)
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Es geht los auf dem Horst

… seit einer Woche läuft das Brutgeschäft auf dem alten Schornstein des hiesigen NABU-Artenschutzzentrums. „Fridolin“, der langjährige Hausherr des Horstes und seine viel jüngere Brutpartnerin „Mai“ haben vor einer Woche das 3. gemeinsame Brutgeschäft begonnen. In der Regel werden die meist drei bis fünf Eier eines Geleges (+/- 2) im Abstand von zwei Tagen abgelegt. Ein Ei wiegt 100 bis 120 Gramm – nicht viel für einen Großvogel. Zum Vergleich: Mein heutiges Frühstücksei (Gew.Kl L) wog 66 Gramm.

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„Mai“ hockt auf dem Gelege. Auch wenn sich die Bruteltern ablösen, überwiegend betreibt das Weibchen das Brutgeschäft, vor allem in den Nächten.

Mit der Ablage des zweiten Eis erst beginnt die Brut, bei der sich die Altvögel ablösen. Etwa 32 Tage (+/-2 Tage) wird es bis zum Schlupf der ersten zwei Küken dauern; der Schlupf wäre also um den 24. April zu erwarten. In den zwei Vorjahren überlebte bis zum ersten Ausflug jeweils ein Küken.

(Foto: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)

 

HALTET ZUSAMMEN <———–> MIT EIN BISSCHEN ABSTAND

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Geschenk mit Sammlerwert

… ich zähle zu den wenigen bedauernswerten Zeitgenossen, denen es zu Anlässen wie Geburtstag der Lieben und Weihnachten stets an einer Idee für ein Geschenk fehlt. Ja, solche Typen gibt es tatsächlich.

Aber jetzt ist mir ein spontaner Einfall gekommen. In Zeiten der Not scheint mir eine Rolle Klopapier ein seltenes Geschenk mit Nutzwert zu sein. Und Sammlern dürfte dieses Geschenk ein Leuchten in die Augen zaubern.

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(Foto: © eigenes Foto)
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Start in die Womo-Saison fällt aus

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… in diesem Jahr wird der Start in die Womo-Saison wegen der Corona-Seuche vollständig ausfallen. Kein herzerfrischender Ausflug in den ausbrechenden Frühling, keine traditionelle Tour durch Brandenburgs Spargelgebiete, nicht an die Mecklenburger Seenplatte und im Mai auch nicht in die Rapsblüte. Mein „Chico“ bleibt vorerst im Winterschlaf.

In einigen Bundesländern sind Stell- und Campingplätze bereits geschlossen, Schleswig-Holstein beispielsweise hat zudem touristische Reisen landesweit untersagt. Persönlich jammere ich nicht, vielmehr sind die angeordneten Maßnahmen aus meiner Sicht absolut erforderlich.

Meine Alternative werden Gänge auf der Terrasse sein – bescheiden, aber vernünftig.

(Foto: © eigenes Foto)
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Noch mehr Corona

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… es dürfte nur eine Frage weniger Tage sein, bis eine allgemeine Ausgangssperre das Leben außerhalb der eigenen vier Wände weiter einschränken wird. Italien, Spanien und andere Länder haben ihre Bürger längst mit scharfen Restriktionen belegt. Nur der Gang zum Supermarkt, zu Arzt, Apotheke, Arbeitsplatz und wenige weitere Ausnahmen werden gestattet sein.

Die Ausgangssperre wird die Bürger einerseits unterschiedslos treffen, von diesen aber andererseits unterschiedlich hart empfunden werden. Der Typ Stubenhocker dürfte mit der Ausgangssperre noch relativ gut zurechtkommen. Hingegen werden für Frischluftjunkies und bewegungsaktive Mitmenschen die untersagten Spaziergänge für ordentlichen Frust sorgen.

Aber für Letztere gibt es ein Schlupfloch, einen Lichtblick: Der Gassigang mit dem Hund wird erlaubt sein. Schon buhlen hundelose Frischluftfans und Bewegungsaktive um die Gunst benachbarter Hundehalter. Grüßte man sich seit Jahren nur flüchtig, so wird plötzlich das Gespräch gesucht. Manch Zeitgenosse schmeißt sich so richtig ran an die Hundehalter.

Es wird nicht lange dauern, dann inserieren ganz Pfiffige auf eBay-Kleinanzeigen: „Biete Hund stundenweise – 10 EUR.“

Schmunzeln erlaubt.

(Foto: © Familienbesitz)
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Ein runder Geburtstag

… kaum zu übersehen oder zu überlesen: Heute wird der „Bulli“ 70. Viele unter uns verknüpfen mit dem „Bulli“, wie der Volkswagen Transporter liebevoll genannt wird, nostalgische Erinnerungen. Kein Wunder, dass er gerade jetzt in Presse und Fernsehen angemessen gewürdigt wird.

Kultauto VW Bulli: Eine Legende wird 70

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Link zum Beitrag in „Hallo Niedersachsen“, NDR

Grund auch für mich, in Erinnerungen an zahlreiche Erlebnisse mit den unter-schiedlichsten Varianten zu schwelgen.

Meine erste Begegnung mit dem Bulli: 16-jährig fuhr ich im Sommer 1967 mit meinem Ruderclub von Hamburg in den Bayerischen Wald ins zweiwöchige Trainingslager. Die Zelte schlugen wir an einem Stausee auf. Hier sollte unser gesteuerter Vierer fit für die nächsten Regatten gemacht werden. Mein Platz im Rennboot war ganz hinten – Steuermann (nicht die Statur eines Elite-Ruderers, aber gutes Augenmaß, mit Sandsack max. 50 kg und große Klappe).

Absolviert wurde die damals mehr als 12-stündige An- und Abreise des Teams mit einem PKW samt Bootsanhänger und einem schon älteren T1-Kastenwagen, vorn noch geteilte Fenster, an den Seiten Werbung für Jägermeister. Im Laderaum verstaut waren Werkzeuge, Zelte und all unser Gepäck. Schön eben ward alles verteilt und mit Schlafsäcken und Decken obenauf ausgepolstert. Das war für die Reisen mein Liegeplatz, nach den Vorschriften nicht ganz zulässig, aber herrlich bequem.

Anfang der 90er kam ich erstmals als Fahrer zu diversen Bullis. Anfangs noch T4, wie man die 4. Generation nannte, in der Busvariante „Caravelle“ oder als Camper „California“, mal mit kurzem oder auch langem Radstand und Hochdach. Rasch lernte ich die Vielseitigkeit dieser Autos schätzen, das Platzangebot für zwei Erwachsene und drei Kinder, das gelassene Fahren aus einer erhöhten Sitzposition.

Die nächsten in Erinnerung gebliebenen Abenteuer fanden in der zweiten Hälfte der 90er in T2-Modellen in Mexiko statt, Bullis der 2. Generation also, wie es sie in Europa schon lange nicht mehr gab. Dort hießen die Bullis in der Busversion „VW Combi“ und waren vor allem als Colectivos unterwegs, in die man für kleines Geld auf Handzeichen überall zusteigen konnte. Die im VW-Werk Hannover längst schon nicht mehr gebauten T2 liefen noch bis 1995 bei Volkswagen de México vom Band, danach nur noch in Brasilien. Dort produzierte T2 wurden dann nach Mexiko exportiert. Die letzten mexikanischen und brasilianischen „Bullis“ auf Basis T2 waren mit wasser- statt luftgekühltem Motor ausgestattet.

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Anfangs gewöhnungsbedürftig – der T2 mit Wasserkühlung.

Meine Kinder wurden per Sammeltransport morgens von einem Bulli T2 zur Schule chauffiert und nachmittags wieder zuhause abgeliefert. In den Ferien lieh ich mir gern einen solchen 9-Sitzer Schulbus für Urlaubsreisen aus, denn meist hatten wir zusätzlichen Platzbedarf für Besucher aus Deutschland. Zunächst war die Umstellung vom T4 auf einen so alten Bulli stark gewöhnungsbedürftig: Keine Servolenkung, hakelige Schaltung am langen Stiel, kein Klima, zugig, laut, überall klappernd, so gut wie keine passive Sicherheit verbaut. Aber bewährte und robuste Technik, bei Bedarf auf jedem Hinterhof reparierbar.

Wir haben mit diesen Bullis wohl weit über 30.000 km zurückgelegt. Von Puerto Vallarta im Nordwesten bis Tulum im Südosten, von Acapulco am Pazifik bis Veracruz am Golf. Und alles, was dazwischen lag. Am Ende war ich ein Liebhaber dieser Ikonen der Automobilgeschichte.

Zurück in Deutschland fuhr ich noch bis zur Rente in den Sommerhalbjahren bevorzugt T4 und T5 in der Camperversion „California“, im Winterhalbjahr meist den „Multivan“. Mit den „Californias“ ging es im Urlaub stets gen Süden: Ardèche, Provence, Roussillon, Pyrenäen kreuz und quer, Katalonien, Navarra, Rioja, Baskenland und Galizien. Welch ein Fahrvergnügen!

Herzlichen Glückwunsch lieber Bulli.

(Foto, Video: © privat, VWAG/NDR)
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Heutiger Marker im Kalender

… heute schreiben wir den 1. März. Und ich muss schmunzeln: Der letzte Blogbeitrag fiel auf den Beginn des astronomischen Winters, der heutige auf den meteorologischen Frühlingsanfang. Dazwischen liegt quasi mein Winterschlaf als Blogger.

Richtig losgehen wird es mit dem Frühling mit der Tag-und-Nachtgleiche am 20. März, also in knapp drei Wochen, wenn die Sonne auf ihrem Weg vom Süden in den Norden der Erdkugel den Äquator passiert.

In der Natur sind die ersten Indikatoren für den nahenden Frühling bereits seit Wochen sichtbar. Ein einzelner wilder Krokus blüht im Rasen vor meiner Terrasse. Und viele Zugvögel sind eingetroffen. So auch „Fridolin“, unser weit über die Region hinaus bekannter Storch und seine Partnerin „Mai“ (siehe Beiträge unter dem Thema „Störche“ in diesem Blog).

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„Fridolin“ traf am 9. Februar und damit gut eineinhalb Wochen früher als in den Vorjahren ein. Neun Tage später erreichte auch „Mai“ den Horst, gut drei Wochen früher als im Vorjahr.

Sofort begann das Pärchen mit dem Ausbau des Horstes, der seit ihrem Abflug ins Winterquartier von einem hier überwinternden jungen Storch genutzt und gewartet wurde. Auch ein erneuter Bruterfolg ist ganz offensichtlich vorgesehen.

Freut euch mit mir auf den nahenden Frühling.

(Foto: © Webcam NABU Leiferde)
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Winteranfang

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Reif der Nacht und letzte welke Blätter markieren den Übergang vom Herbst zum Winter.

… um 5:19 Uhr MEZ hat auf der Nordhalbkugel unseres Planeten der Winter begonnen. Mit dem kürzesten Tag und der längsten Nacht des Jahres hielt der astronomische Winteranfang Einzug. Die Sonne erreicht senkrecht über dem Horizont stehend die geringste mittägliche Höhe und zugleich den größten Abstand zum Äquator.

Der Tag wird auch Wintersonnenwende genannt, weil die Sonne nun für ein halbes Jahr gen Norden wandert. Damit nehmen die Tageslichtanteile auf der nördlichen Halbkugel zu – die Tage werden zunächst kaum merklich wieder länger.

Kommt gut durch den Winter.

(Foto: © eigenes Foto)
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Unspektakulär

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… eine Mauer, wenig attraktiv und dennoch von Stein zu Stein verschieden.

(Foto: © eigenes Foto)
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Guacamole – schlicht mexikanisch

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Am Stand „LA DESPENSA DE FRIDA“

… lange habe ich kein Rezept mehr eingestellt. Zeit also, ein wenig nachzuholen. In Valencia gibt es in der Markthalle von Russafa/Ruzafa einen Stand, der von einem spanisch-mexikanischen Paar geführt wird. Sie stammt aus Michoacán, México. Beide vertreiben mexikanische Spezialitäten.

Ab und an hängen sie Rezepte an ihrem Marktstand aus. Bei meinem Besuch war es die klassische mexikanische Guacamole – schlicht und einfach ohne jeden Schnickschnack, wie er oft in populären Internet-Rezeptsammlungen zu finden ist. 

Zutaten

1-2 Avocado, ½ Zwiebel (rot), ½ Fleischtomate, Koriander, Limette, Jalapeño, Salz.

Zubereitung

Eine halbe rote Zwiebel und eine halbe entkernte Fleischtomate in kleine Würfel schneiden. Koriander hacken und ein bis zwei Jalapeños entkernen und in schmale Ringe schneiden.

Eine reife Avocado für je zwei Personen längs halbieren, Kern(e) entnehmen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben und die Avocadomasse in einer Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken. Den Saft einer halben Limette untermischen, damit das Fruchtfleisch nicht sogleich bräunlich anläuft.

Nun die vorbereiteten Zutaten mit ein wenig Salz unter Zugabe des restlichen Limettensaftes unter die Avocadomasse heben und gut vermengen.

 Hinweise

Jalapeños – kleine meist grüne Paprikaschoten mit einer gewissen Schärfe – findet man in den Spezialitätenregalen großer Supermärkte in Gläsern. Unbedingt vor der Verarbeitung den Schärfegrad abschmecken und danach die Menge bemessen. Im Zweifel mit wenigen Ringen beginnen und ggf. „nachlegen“.

Die Avocado sollte reif, aber nicht überreif sein. Wenn sie auf Druck rundum leicht nachgibt und keine zu großen schwarzen Verfärbungen auf der Schale aufweist, dann ist für mich die Avocado optimal.

Die Guacamole kann als kleines (Zwischen-)Gericht, Vorspeise oder als Dip genossen werden. 

(Foto: © eigenes Foto)
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Impressionen aus Valencia II

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Wie in Spanien üblich reihen sich Bar/Café an Bar/Café. Kleine Snacks, Warm- und Kaltgetränke meist am Straßenrand inmitten der pulsierenden Stadt. Und das in aller Regel für vergleichsweise kleines Geld.

… wie schon erwähnt ist Valencia, die drittgrößte Stadt Spaniens, reich mit Kultur ausgestattet. Professionelle Fotos der Sehenswürdigkeiten sind unzählige im Netz verfügbar. Hier eigene Fotos aus der Perspektive des „Wanderers durch die Straßen“ der Stadt.

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Fast 300 Verleihstationen mit rd. 3.000 gut ausgestatteten und meist gepflegten Fahrrädern sind über die Stadt verteilt. Preis dieses städtischen Anbieters: 13,30 € für eine Woche. In den letzten Jahren wurden viele Hauptverkehrsachsen mit Busspuren und Fahrradwegen ausgestattet.

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Nicht nur Touristen sind zahlreich mit Fahrrädern unterwegs, auch die Valencianer nutzen das Zweirad gern. Und zuhause abgestellt wird das Rad schon mal auf dem Balkon im 4. Stock eines Wohnhauses.

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Architektonische Highlights.

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Valencia weist mehrere Märkte bzw. Markthallen auf. Mir ist es immer wieder ein Vergnügen durch die Gänge eines Marktes zu wandeln.

(Foto: © eigene Fotos)
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Zwischen Kunst und Vandalismus II

20191029_160556_bRolltor vor einem Hundesalon.

… drei Wochen war ich in Valencia, Spanien. Eine sehr kulturelle, lebendige Stadt mit u.a. beeindruckender Architektur. Für den Besucher auffällig ist der Umfang der Graffiti in den Straßen der Stadt. Ganz überwiegend von Sprayern ausgeübter Vandalismus an Häusern, Mauern, Türen, Toren und Rollläden von Geschäften. Hier und da sind aber auch sehenswert gestaltete Graffitis zu entdecken.

20191029_132240_bDahinter verbirgt sich ein asiatisches Restaurant.

20191027_123708_cRollladen vor einer Horchateria.

20191029_143628_bRestaurant

20191029_144825_bCafé und Konditorei

(Foto: © eigene Fotos)
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Impressionen aus Valencia I

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Playa de las Arenas vor zwei Wochen. Einer der drei Stadtstrände – lang, breit und gepflegt.

… wie schon zuvor erwähnt ist Valencia, die drittgrößte Stadt Spaniens, reich mit Kultur ausgestattet. Professionelle Fotos der Sehenswürdigkeiten sind unzählige im Netz verfügbar. Hier einige eigene Fotos aus der Perspektive des „Wanderers durch die Straßen“ der Stadt.

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Über Spanien hinaus ein Begriff: Paella Valenciana.

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Ambiente kleiner Nebenstraßen.

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Beliebtes Wochenendziel in einem ehemaligen Flussbett.

(Foto: © eigene Fotos)
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Ereigniskonsum. Oder?

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… also, es ist noch fast sechs Wochen hin bis Weihnachten, aber bereits seit Anfang Oktober liegen in Geschäften typische Weihnachtsleckereien aus. Mich berührt der frühe kommerzielle Hype um Weihnachten stets unangenehm. Gestern fiel mir der Weihnachtsgruß auf dem Kassenbon auf; einen herbstlichen Gruß fände ich Mitte November angebrachter.

Und wie ich so über den Sinn und Unsinn vorweihnachtlicher Umsatzeinstimmung nachdenke, wird mir bewusst, was ich gestern u.a. einkaufte:

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Spekulatius, Dominosteine, Lebkuchenherzen und Lebkuchen-Konfekt (zum Verschenken).

Vier der 16 erstandenen Waren – oder anders ausgedrückt 25 % – sind dem Weihnachtskonsum zuzuordnen! Andererseits, die Naschereien würde ich auch verputzen, wenn sie ganzjährig im Angebot wären.

(Foto: © eigene Fotos)
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Zwischen Kunst und Vandalismus I

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Garagentor im Stadtteil Ruzafa.

… drei Wochen war ich in Valencia, Spanien. Eine sehr kulturelle, lebendige Stadt mit u.a. beeindruckender Architektur. Für den Besucher auffällig ist der Umfang der Graffiti in den Straßen der Stadt. Ganz überwiegend von Sprayern ausgeübter Vandalismus an Häusern, Mauern, Türen, Toren und Rollläden von Geschäften. Hier und da sind aber auch sehenswert gestaltete Graffitis zu entdecken.

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Garage und Eingangsbereich eines Wohnhauses.

Meist sehen die Rollläden der Geschäfte aber so aus:

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(Foto: © eigene Fotos)
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Die Saison ist vorüber

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Stopp an der Weser

… der Oktober ist Vergangenheit, die Saison für das kleine Wohnmobil gelaufen. Der „Chico“, so der Name, ist winterfest gemacht – Frisch- und Grauwasser abgelassen, Winterräder aufgezogen, frostempfindliches Ladegut entnommen. Und ersten TÜV mit Auszeichnung absolviert.

(Foto: © eigenes Foto)
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Literatur

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… 9,60 m lfd. Regalböden. Die übrigen rd. 160 m passen nicht mit auf das Bild.

(Foto: © eigenes  Foto)
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Stimmungsmacher

… beneidenswert, oder?

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Regen vs. Südfrucht

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… bin z. Zt. in Spanien und sitze den Regen an der Ostküste der Peninsula aus. Das aktuelle Wetter und die Temperaturen hätte ich auch in der Norddeutschen Tiefebene haben können. Nicht haben könnte ich in Deutschland die hiesigen leckeren Obstfrüchte Chirimoya, in Deutsch oft Cherimoya geschrieben.

Die Chirimoya stammt ursprünglich aus Südamerika und wächst an Bäumen. Die gut faustgroßen Früchte sind zum Verzehr ausgereift, wenn sie auf Fingerdruck etwas nachgeben. Mittig zerteilt löffelt man das weiße, süß-cremige Fruchtfleisch aus der grünen Schale. Zahlreiche feste, kürbiskerngroße schwarze Samen laden des Genießers Mundwerkzeuge zu einer extra Trainingseinheit ein.

(Foto: © eigenes Foto)
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Es herbstelt

20191012_094341_bVor der Haustür. Der Herbst ist ausgebrochen.

… etliche Jahre habe ich das Winterhalbjahr im warmen Süden verbracht – Ende September hin, Ende März zurück. Dieses Winterhalbjahr werde ich immer nur einige Wochen gen Süden reisen. Dafür bekomme ich nun nach Jahren wieder den Herbst mit. Die leuchtenden Farben im Sonnenlicht haben es mir angetan.

(Foto: © eigenes Foto)
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Vor die Füße geschaut

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… so unspektakulär ein halbwegs befestigter Weg auch erscheinen mag, beim genaueren Hinsehen eröffnet sich ein kunstvolles Stillleben.

(Foto: © eigenes Foto)
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Heute bin ich Latino ehrenhalber

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Es ist wieder soweit, Freitag der 13.

… viele unter uns messen diesem Tag eine ungute Bedeutung bei. Die Zahl 13 und der Freitag gelten jeweils als Unglückssymbol. In manchen Fliegern fehlt darum die 13. Sitzreihe, auf Kreuzfahrtdampfern Deck 13, in Hochhäusern die 13. Etage und in Hotels die Zimmernummer 13. Triskaidekaphobie, so nennt man den Aberglauben, wenn sich die Angst krankhaft manifestiert.

Selbst der dt. Gesetzgeber respektiert die Furcht vieler Menschen vor der vermeintlichen Unglückszahl 13. So wird wohl das in Arbeit befindliche neue Sozialgesetzbuch (SGB) statt der fortlaufenden Nummer 13 die Nummer 14 erhalten. Das neue SGB XIV regelt das Soziale Entschädigungsrecht, so auch die Entschädigung der Opfer von Gewalttaten. Die Anregung zur Vermeidung der Zahl 13 kommt aus den Reihen der Opferverbände.

Dabei belegen Statistiken eines Versicherers, dass es an Freitagen, die auf den 13. des Monats fallen, weniger Schadenfälle als an allen anderen Freitagen gibt. Und auch der ADAC verzeichnet in einer Erhebung an diesen Tagen weniger Unfallmeldungen. In México und Japan gilt die 13 als Glückszahl.

Wie dem auch sei, mir macht dieser Tag nichts aus. Und zur Sicherheit erkläre ich mich an einem Freitag, den 13. einfach zum Latino, denn in der spanischsprachigen Welt gilt Dienstag, der 13. als der Unglückstag. In Italien übrigens ist es Freitag, der 17.

Euch wünsche ich heute einen schönen, positiv verlaufenden Freitag, den 13.

(Foto: eigenes Foto)
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Von kleinen und großen Dingen

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… als Fast-Provinzler schätze ich den Einkauf via Internet. Auf der Suche nach einem Produkt muss ich nicht mehr durch x Geschäfte in der nächstgrößeren Stadt tingeln. Allerdings, die letzten Tage haben mich doch ein wenig nachdenklich gemacht. Warum? Es bestand Ersatzbedarf. Die Lampe in der Dunstabzugshaube hatte nach zwölf Jahren unermüdlichen Wirkens ihr Leben ausgehaucht. Nach so langer Zeit ein ehrenvoller Abgang, wie ich meine.

Also, Typenschild ausgelesen und Tante Google nach der Lampe befragt, die samt Artikelnummer in der elektronisch abrufbaren Bedienungsanleitung zu finden war. Das Studium verschiedener Anbieter, deren Preise (gut ¼ Preisunterschied), Zahlungs- und Lieferbedingungen dauerte etwas, aber längst nicht so lange, wie eine traditionelle Beschaffung samt Fahrzeiten an Zeitaufwand beansprucht hätte.

Am Sonntag die Lampe bestellt, am Montag schon die Ankündigung der Lieferung und am Dienstag kam sie an. Was habe ich gestaunt – ein Riesenpaket. Und ganz, ganz leicht. Die Briefträgerin versicherte auf ungläubige Anfrage, dass das große Paket tatsächlich an mich adressiert sei.

Nach dem Öffnen des Kartons musste ich inmitten zahlreicher Stopf- und Dämpfungs-einlagen aus Papier nach der Lampe regelrecht suchen, denn

442 x 46 x 25 mm (L x B x H) Lampenpackung versteckten sich in 604 x 256 x 213 mm Versandkarton.

Oder anders ausgedrückt: rund 1 : 65, also ein Teil Ware in 65-facher Umverpackung. Dass die Lampe gut gepolstert den Versand absolvierte ist ok. Aber muss es so viel sein?

(Foto: © eigenes Foto)
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Erntereste

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… die Getreideernte ist je nach Region weitgehend abgeschlossen. Mich faszinieren immer wieder die großen runden Strohballen auf den abgeernteten Feldern. Frisch abgelegt leuchten sie in der Sonne.

(Foto: © eigenes Foto)

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Das Storchenhalbjahr endet

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Ein einjähriger Single-Storch probierte schon mal, wie sich ein Horstbesitz anfühlt.

… sechs Wochen sind seit dem ersten Flug des Jungvogels vergangen. In dieser Zeit wurde der junge Storch von den Altvögeln „Fridolin“ und „Mai“ anfangs intensiv beschult. Flug- und Landeübungen, Futtergründe finden und Jagdtechniken übernehmen.

Oft blieb der Horst viele Stunden unbesetzt, was fremde Besucher zu nutzen wussten.

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Auch dieses noch nicht brütende Storchenpaar (wahrscheinlich zwei und drei Jahre alt) wohnte gelegentlich zur Probe auf dem Horst.

In den Unterrichtspausen zog sich der Nachwuchs gern zum Ruhen zurück, während sich „Fridolin“ und „Mai“ mit der Selbstversorgung beschäftigten. Abends traf man sich auf dem Horst und der Jungstorch erhielt noch ein ungeduldig erwartetes Nachtmahl.

Seit gut zwei Wochen habe ich den jungen Storch nicht mehr gesehen. Er wird ausgelernt und sich kleinen Gruppen von Jungstörchen angeschlossen haben, die die Gegend erkunden und hier und da für Unruhe sorgen. Die Altvögel „Mai“ und „Fridolin“ hingegen waren nach dem Auszug ihres Nachwuchses wieder oft und lange auf dem Horst zu sehen, gern auch gemeinsam.

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Die Gefiederpflege nahm nun einen großen Teil des Tages in Anspruch.

Ab Mitte August ziehen die ersten Störche ins Winterquartier. Zunächst sammeln sich die Jungstörche aus dem Brutjahr mit den ein- bis dreijährigen Störchen zu Schaaren und treten den Flug in das Winterquartier als West- oder Ostzieher an. In unserer Gegend überwiegt seit einigen Jahren der Anteil der Westzieher.

Nach den Jungstörchen sammeln sich auch die Altvögel und machen sich auf den Weg in den Süden. Die Brutpaare stets getrennt. Auch „Fridolin“ und „Mai“ haben sich nach einer Phase der Ruhe und des Kräfte sammelns mit den Altstörchen der umliegenden Horste auf den Weg ins Winterquartier gemacht. In diesem Jahr etwas früher als üblich.

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So schaut der Horst seit Anfang der Woche aus – leer, verlassen.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Der erste Flug – unser Jungstorch unterwegs

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Training auch noch zu später Stunde. Hüpfer mit Flügelschlägen auf dem Horst.

… in den Tagen vor dem ersten Flug lassen sich die Altstörche „Fridolin“ und „Mai“ oft stundenlang nicht mehr auf dem Horst blicken. Für den Jungstorch sicher keine angenehme Zeit, die geprägt ist von Langeweile und Hunger, aber auch von immer intensiver werdenden Trockenübungen. Sprünge in die Luft mit schlagenden Schwingen fördern das Gleichgewichtsgefühl und stärken die Flügelmuskulatur. Man spürt förmlich, dass der erste Flug naht.

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Schlafenszeit – die Familie ruht.

Erst am späten Abend treffen die Altvögel wieder auf dem Horst ein, wo sie vom immer ausgehungerten jungen Storch massiv bedrängt werden. Er rückt ihnen regelrecht auf die Pelle, attackiert sie vor allem am Schnabel und lässt ihnen kaum Zeit zum auswürgen des im Kropf mitgeführten Futters.

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Etwa 62 Tage nach dem Schlupf ist von einem Nestling der erste Flug zu erwarten. Für unseren Jungstorch, geschlüpft am 1. Mai, wäre das um den 1. Juli herum der Fall. Und tatsächlich, am ersten Julitag vormittags war der junge Großvogel sichtlich nervös, schritt immer wieder den Rand des Horstes ab und taxierte das Umfeld. Die Altvögel ließen sich wieder mal lange Zeit nicht sehen, ganz so, als wollten sie den Nachwuchs durch Aushungern zum ersten Flug motivieren.

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Auf geht´s, der erste Flug.

Kurz nach 13 Uhr war es soweit, der junge Storch fiel eher aus dem Horst als dass er sprang und flog erstmals auf eigenen Schwingen davon. Am Abend wurde nun ich unruhig. Nichts vom flüggen Jungstorch zu sehen. Findet und schafft er überhaupt den Rückweg?

Die Sonne ist längst untergegangen, da erscheint nach fast 10-stündiger Abwesenheit unser Ausflügler auf dem leeren Horst. Kurz darauf lassen sich auch die Altvögel dort nieder. Alles gutgegangen.

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Warten auf die Versorger.

Mittlerweile kehrt bei der kleinen Familie Routine ein, aber immer noch ist die Abhängigkeit von den Eltern erkennbar. Während die Altvögel mit Sonnenaufgang ausfliegen, schläft, hockt oder steht der junge Storch noch längere Zeit auf dem Horst, bevor auch er ausfliegt. Sicher wird er sich tagsüber selbst versorgen, aber noch nicht ausreichend.

Wenn der Jüngling am späten Nachmittag oder frühen Abend auf den Horst zurückkehrt, ist er sichtlich erschöpft und erwartet ausgehungert die Eltern.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Es ist aufregend

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Am Vormittag noch einfache Übungen.

… etwa 60 Tage nach dem Schlüpfen sollte ein Jungstorch seinen ersten Flug absolvieren. Danach wäre es für den Nachwuchs von Fridolin und Mai am kommenden Wochenende soweit. Der Jungstorch liegt gut im Plan, übt schon fleißig, baut die Muskulatur in Schwingen und Beinen auf, entwickelt ein Gefühl für das Gleichgewicht.

Heute gab es die ersten „trockenen“ Flugübungen zu beobachten. Ein Abheben mit einigen Flügelschlägen in der Luft über dem Horst. Fliegen auf der Stelle – ein toller Anblick.

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Zu gerne würde ich hören, was der betreuende Altvogel dem Jungstorch gerade zuruft.

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Feierabend nach einem anstrengenden Tag.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Wie geht´s dem Jungstorch?

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Das Foto wurde vor nicht ganz zwei Wochen aufgenommen.

… wenn die Luft rein ist, d.h. keine fremden Störche oder Raubvögel in der Nähe sind, wird das Junge von den Altstörchen schon mal allein auf dem Horst belassen. Anfangs nur ein, zwei Minuten, inzwischen bis zu einer knappen Stunde. Aber immer ist ein Elternteil wachsam in der Nähe.

Mittlerweile sieht der Jungstorch aus wie ein richtiger Storch. Die Proportionen passen, das Gefieder ist gut ausgebildet und er schreitet gern den Horst ab. Auf den ersten Blick ist kaum noch zu erkennen, wer Alt- und wer Jungvogel ist.

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Der Nachwuchs steht links, zu erkennen an noch dunkelgrauen Beinen und einem fast schwarzen Schnabel. Das Foto wurde heute aufgenommen.

Auf obigem Foto gut zu sehen ist die vor zehn Tagen vorgenommene Beringung oberhalb des linken Knies. In Deutschland werden Jungstörche in ungeraden Jahren links, in geraden Jahre rechts beringt. In der Regel wird zwischen der fünften und siebten Lebenswoche von speziell ausgebildeten Beringern ehrenamtlich beringt. Zu diesem Zweck müssen sich Beringer und Eigentümer von Haus oder Grundstück, auf dem sich der Horst befindet, verständigen. Sehr oft ist der Horst nur mit Kran oder Hubwagen erreichbar; die Kosten für eine Anmietung gehen zu Lasten der Besitzer.

Auf dem Land lässt sich schon mal mit der Freiwilligen Feuerwehr ein Arrangement treffen. Technische Unterstützung bei der Beringung im Rahmen einer Übung im Austausch für einen guten Imbiss oder eine Spende für die Jugendfeuerwehr.

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Temperaturen um 30 °C: Alt und Jung halten den Schnabel meist offen, die Flügel werden gern abgespreizt und die Altvögel spenden dem Jungvogel Schatten.

Normalerweise bezieht der Jungstorch seinen Bedarf an Wasser aus dem angebotenen Futter. An heißen Tagen bekommt das Junge zusätzlich Wasser, das die Altstörche in ihrem Kehlsack mitbringen. Wenn der Durst gelöscht ist werden zur Erfrischung des Jungen Kopf und Hals regelrecht geduscht.

Sechs Wochen ist der Vogel nun alt. In zwei weiteren Wochen ist mit dem ersten Flug zu rechnen. Manchmal steht der junge Storch direkt am Horstrand und schaut auf die darunter liegende Welt. Fast scheint es, als wolle er bereits jetzt zum ersten Flug abheben.

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Täglich mehrfach wird „trocken“ geübt. Das kräftigt die Flügel.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Halbzeit für den Halbstarken

Anmerkung: Der letzte Blogbeitrag (25. Mai) wurde im WP-Reader nicht gelistet, ist aber über die Startseite nachzulesen.

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Ein sehr selten gewordenes Bild, Jung- und Altvogel gemeinsam in Ruheposition. Seit das Küken zu groß für das Hudern (Klucken) ist, verbringen die Alten ihre Verweilzeit auf dem Horst bevorzugt stehend.

… mich faszinieren Entwicklung und Wachstum des Storchenkükens täglich auf´s Neue.
Der kleine Kerl ist jetzt vier Wochen alt. In den ersten Tagen nach dem Schlupf war das Köpfchen nur zu sehen, wenn der Jungvogel sich emporreckte. Klein wie ein Tischtennisball. Hin und wieder wird der kleine Nimmersatt auch schon mal für kurze Momente allein gelassen, aber einer der Altvögel ist immer in unmittelbarer Nähe.

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Mittlerweile werden aus den Stummelflügeln richtige Schwingen, deren Muskeln täglich mehrfach trainiert werden.

Seit einigen Tagen bilden sich an den Flügeln die für Weißstörche (Ciconia ciconia) typischen schwarzen Federsäume. Man kann beim Wachsen fast schon zuschauen. Bis zu seinem ersten Flug hat der Jungvogel jetzt rund die Hälfte des Weges zurückgelegt.

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Bei schlechtem Wetter sucht das Küken immer noch den Schutz der Eltern.

Etwa 60 Tage dauert es vom Schlupf bis zur Flugfähigkeit. In dieser Zeit entwickelt sich das Küken nicht nur körperlich rasant, auch die Persönlichkeit des Jungvogels bildet sich aus. Momentan spielt der Knirps gern mal den Halbstarken. Ziehen am Gefieder der Eltern, die Beine der Altstörche anpicken und vor allem mit dem kleinen Schnabel auf den der Eltern eindreschen.

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Zum Familienfoto aufgestellt.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Viel ist geschehen auf dem Horst

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Ein familiärer Schnappschuss. Für den flüchtigen Betrachter: Es ist nicht das, was man zu sehen glaubt. Endanflug „Fridolins“ unmittelbar vor der Landung auf dem Horst.

… seit dem letzten Bericht über das Leben auf dem Horst im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde hat sich viel getan. Das zuletzt geschlüpfte Küken hat keine ganze Woche überlebt. Seit Mitte des Monats betreuen „Fridolin“ und „Mai“ nur noch einen Jungvogel aus dem Schlupf vom 1. Mai.

Weitere Küken sind nicht mehr zu erwarten. So bleibt es – wie schon im Vorjahr – bei einem Nesthocker. Für Altvögel bedeutet die Aufzucht nur eines Kükens natürlich eine Erleichterung. Täglich drei bis vier oder gar noch mehr Kilo an Futter weniger herbeischaffen zu müssen, das bedeutet schon eine spürbare Entlastung.

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Noch sehr klein und zerbrechlich – keine zwei Wochen alt, aber schon gut sichtbar.

Das verbliebene Küken entwickelt sich sehr rasant. Bei der Beobachtung ist fast täglich etwas Neues zu entdecken. Das weiße Gefieder wächst heran und plustert den kleinen Körper auf. An der Gefiederpflege beteiligt sich nun auch das Küken selbst. Immer öfter werden die kleinen Stummelflügel bewegt. Das trainiert die sich ausbildenden Muskeln.

Noch keine drei Wochen alt und der Jungvogel dreht sich auf den Knien hockend, dann beginnt er im „Kniefall“ das Nest zu durchwandern. Seit vorgestern wird das Aufstehen geübt. Noch recht wackelig fehlt es aber an Kraft, um über kurze Momente hinaus auf den Beinen zu stehen.

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Gestern gelingen die ersten vorsichtigen Schritte. Nur dreieinhalb Wochen alt – welch ein Entwicklungstempo.

Die Altvögel hudern (klucken) immer weniger, sie stehen meist neben dem Jungvogel auf dem Horst. Das ist den Frühlingstemperaturen, dem rasch wachsenden Gefieder und dem Bewegungsdrang des Jungvogels geschuldet. Aber auch die Größe des Jungvogels lässt eine Bauchlage nicht mehr zu. Schutz und Wärme findet das Küken bei Bedarf unter den Schwingen eines Altvogels.

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Der graue Flaum ist weitgehend richtigen Federn gewichen. Und das Ausbreiten der kleinen Flügel hilft bei der Balance, wenn man noch recht unsicher auf zwei Beinen läuft.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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Nachrichten vom Horst

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Die Küken wachsen heran.

… das ältere Küken ist zwölf Tage alt, das zweite Küken sechs Tage jünger. Der Entwicklungsunterschied ist enorm. Während man den älteren Jungvogel schon gut im Horst hocken sehen kann, wird das jüngere Geschwisterchen nur sichtbar, wenn es zur Kamera gesehen vor dem größeren Küken sitzt und sich reckt.

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Das ältere Küken schaut schon mal aus dem Gefieder des hudernden Altvogels.

Insgesamt sechs Horste bilden in Leiferde eine kleine Kolonie. Man kennt einander und ein naher Vorbeiflug der Nachbarn regt keinen Storch auf. Aber am heutigen Morgen kam Unruhe unter den Horstbesitzern auf: Ein oder zwei Fremdstörche zeigten sich an den belegten Horsten sehr interessiert und umkreisten diese Brutstätten relativ nah. In einem solchen Fall kennen wohl nicht nur „Fridolin“ und „Mai“ zwei Stufen der Gefahrenabwehr.

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„Verbellen“ fremder Störche.

In der ersten Stufe erscheint rasch der eigentlich auf Nahrungssuche befindliche Storch zur Verstärkung der Verteidigung auf dem Horst. Die Storcheneltern versuchen nun die fremden Störche durch Klappern und Halsbeugen zu verbellen. Hilft das nicht, spielt meist „Fridolin“ den Abfangjäger und dreht ein, zwei kurze Runden, um den oder die fremden Störche auf Abstand zu halten.

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„Abfangjäger“

Heute Morgen waren bis zu sieben Störche zeitgleich im unmittelbaren Umfeld der Kolonie zu sichten, die Horstbesitzer und die Eindringlinge. Bei der Übermacht war der Luftraum rasch verteidigt und die Aufregung legte sich.

(Fotos: © Screenshot Webcam NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, bearbeitet)
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